K. ODER DAS TIER ENTWINDET DEM HERRN DIE PEITSCHE UND PEITSCHT SICH SELBST UM HERR ZU WERDEN.
Eine Stückentwicklung mit Texten von Franz Kafka.
Von Wolfgang Nägele und Meret Kündig

Ob stoisch-störrischer Hungerkünstler oder geschäftig-paranoides Tier in seinem Bau – gejagt von willkürlichen Mächten treiben sich Franz Kafkas Figuren zu Höchstleistungen an und verstricken sich dabei immer tiefer in verzweifelte Kämpfe mit sich selbst. Auch Kafka ringt ein Leben lang mit sich. Er verachtet seinen schwächlichen Körper, fühlt sich unproduktiv, ernährt sich streng vegetarisch, besucht diverse Sanatorien – und letztendlich weiß auch er es schon: Da hilft nur noch Sport!

K. oder Das Tier entwindet dem Herrn die Peitsche und peitscht sich selbst um Herr zu werden spürt der unheimlichen Verwandtschaft von Kafkas Figuren mit dem leistungsgetriebenen Selbst unserer Gegenwart nach, das sich mit pflichtschuldigem Eifer selbst verwirklicht.

Mit Kim Bormann und Regina Speiseder
Regie: Wolfgang Nägele
Dramaturgie: Meret Kündig
Bühne / Kostüme: Andrea Fippl
Video: Marc Buyny

HochX Theater und Live Art
Entenbachstr. 37, München

10.04. | 20 Uhr
11.04. | 20 Uhr

Karten 18 | 10 €
http://theater-hochx.de/k.html

Fotografie © Matthias Fend
GLÄSERNE BIENEN
Nach dem Roman von Ernst Jünger, bearbeitet von Jacqueline Reddington und Lüder Wilcke
Schauspiel

Abschlussinszenierung des 4. Jahrgangs Regie der Otto Falckenberg Schule
Inszenierung: Jacqueline Reddington

Der ehemalige Kavallerist Richard hofft, in den Zapparoni-Werken Anstellung zu finden. Wie im Silicon Valley werden dort die innovativsten Erfindungen erdacht und entwickelt: Von Nano-Robotern bis zu menschengleichen Automaten. Doch hier wie da liegen Illusion und (Ent-)Täuschung so nah beieinander wie Spielzeug und Kriegstechnologie, beste Unterhaltung und allmächtige Kontrolle. Wie soll sich ein Mensch von gestern in diesem Heute zurechtfinden?
Jacqueline Reddington entwirft in ihrer Abschlussinszenierung ein Labor, in dem die technischen Visionen aus „Gläserne Bienen“ mit der Realität heutige Technologien und ihren virtuellen Möglichkeiten verschmelzen.

Mit Marcel Herrnsdorf, Nick Romeo Reimann, Kjell Brutscheidt / Bühne: Louis Panizza / Kostüme: Ji Hyung Nam / Video: Leonard Schulz / Licht: Konrad Baumann, Katrin Langner / Ton: Tim Scherbaum / Videotechnik: Dirk Windloff / Technik: Laura Pohl /Dramaturgie: Lüder Wilcke

Kammerspiele München, Kammer 3,
3. Obergeschoß in der Hildegardstraße 1.

10. Apr 19, 20:00 Uhr (Premiere)
11. Apr 19, 20:00 Uhr
17. Apr 19, 20:00 Uhr
14. Mai 19, 20:00 Uhr
15. Mai 19, 20:00 Uhr

Karten: 9 € / erm. 5 €
www.muenchner-kammerspiele.de

Fotografie: © Gerald von Foris, graphische Bearbeitung: Ji Hyung Nam


FAILED RECORD. Ein kollektives Erinnerungsarchiv
Projekt des 3. Jahrgangs Regie an der Otto Falckenberg Schule
Inszenierung: Caroline Kapp
Schauspiel

Vergangenheit ist immer, vorausgesetzt: Wir erinnern uns.
Welche Erinnerungen sollten vor dem Vergessen bewahrt werden? Wie lassen sie sich festhalten? Wie stehen Erinnern und Vergessen zueinander in Beziehung? „Failed Record“ ist der gemeinschaftliche Versuch verlorengegangene Erinnerungen ausfindig zu machen, zu untersuchen und wiederherzustellen. Das Theater wird zu einem kollektiven Archiv, zu einem kommunikativen Erinnerungsraum, in dem einzelne Erinnerungen für den Moment der Aufführung aufgenommen und ausgetauscht, aufgehoben und aussortiert werden. Wer sind wir, die wir erinnern? Wer ist dieses Kollektiv? Und wie kann das gemeinsame Erinnern als emanzipatorische Praxis verstanden werden?
Ein kommunikativer Abend in den Sphären des kollektiven Erinnerns.
Als Teil des Eintritts wird gebeten, ein Objekt aus seinem privaten Besitz mitzubringen, das eine Geschichte in sich trägt, die erinnert werden soll.

Mit Eva Busch, Caroline Kapp, Julia Nitschke sowie Teresa Häusler / Bühne Ji Hyung Nam / Kostüme Stephanie Zimmer / Licht und Video Laura Kansy / Ton Florian Wulff / Dramaturgie Manon Haase / Regieassistenz Jan Grosfeld

Kammerspiele München, Kammer 3,
3. Obergeschoß in der Hildegardstraße 1.

6. Jun 19, 20:00 Uhr (Premiere)
7. Jun 19, 20:00 Uhr
8. Jun 19, 20:00 Uhr

Karten: 9 € / erm. 5 €
www.muenchner-kammerspiele.de

Fotografie: © Ji Hyung Nam und Stephanie Zimmer

WALDEMAR
oder die Entführung der Realität

Waldemar, ein Lastwagenfahrer, geboren in einem Lastwagen, seine Eltern ebenfalls Lastwagenfahrer. Er macht sich so seine eigenen Gedanken. Unerwartet, wie aus dem Nichts bekommt er ein Geschenk zugestellt, ein Großes. Es ist ein Stuhl mit vier Beinen. Stück für Stück entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden.

Mit: Markus H. Eberhard und Joachim Assfalg
Regie: Jürg Schlachter
Bühne/Kostüm: Aylin Kaip
Produktion: Joachim Assfalg

Rationaltheater München
Hesseloherstr. 18
80802 München

07.06.19 (Premiere)
08.06.19

Fotografie: © Jochim Aßfalg

JÖRG HUBE
»Lieber ein Spatz in der Freiheit als ein Pfau im Zoo«
Veranstaltungsreihe zum 10. Todestag
14. Juni bis 21. Juli 2019
im Fraunhofer in München

Parallel dazu findet eine Foto- und Plakatausstellung im Fraunhofer statt. Fotografien von Thomas Dashuber, Oda Sternberg, Volker Derlath und Dieter Schnöpf.

Programmgestaltung: Beppi Bachmaier, Tristan Berger

Geboren in Neuruppin (Brandenburg) wuchs Jörg Hube, Schauspieler, Regisseur und Kabarettist, in Dießen am Ammersee und in München auf. Jörg Hube mischte sich ein und mischte krachend mit; er spielte den versifften Hallodri und den Minister, den Goldkettchenzuhälter und den Vorstadtrevoluzzer; war braver Beamter, Familienvater und skrupelloser Unternehmer – kein Charakter war ihm fremd, kein Dialekt war vor ihm sicher und keine Facette der Schauspielkunst: vom Himmel durch die Welt zur Hölle. Und zwischendurch war er brüllender Radioreporter, Schauspielschul-Direktor, Theaterregisseur. Und immer wieder Kabarettprogramme, wobei ihn sein Zorn von Mal zu Mal in dunklere Tiefen und weiter ausufernde Monologe trieb: »Ich weiß, der ›Herkasperl‹ ist a Stund zu lang, aber ich streich keine Minute!«

Programm:
www.fraunhofertheater.de
www.fraunhofertheater.de/files/admin/downloads/programm_joerg_hube.pdf

Karten:
Theater im Fraunhofer, Tel.: 089 / 26 78 50
E-mail: info@fraunhofertheater.de
Fraunhoferstraße 9, 80469 München

Fotografie: © Thomas Dashuber



Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

OK