DER NERVAL-GOETHE-PREIS – PRIX NERVAL-GOETHE

Das Goethe-Institut Paris, die DGLFLF (Délégation Générale à la Langue Française et aux Langues de France), die Universität Sorbonne und die Richard Stury Stiftung verleihen gemeinsam den Nerval-Goethe-Preis für literarische Übersetzungen aus dem Deutschen ins Französische.

Der Nerval-Goethe-Preis geht in diesem Jahr an Rose Labourie für ihre Übersetzung des Theaterstücks „Gott“ von Ferdinand von Schirach („Dieu“, Verlag Gallimard, 2024) und ihr gesamtes Werk als Übersetzerin.

Die Preisverleihung findet am 7. Juli 2026 im Hôtel de Beauharnais, der Residenz des deutschen Botschafters in Paris, statt.

Mit dem Nerval-Goethe-Preis wird nicht nur eine herausragende literarische Übersetzung vom Deutschen ins Französische, sondern auch das Gesamtwerk eines Übersetzers oder einer Übersetzerin gewürdigt. Der Preis wird ab 2018 alle zwei Jahre in Paris verliehen. Er ist mit 8.000 Euro dotiert.

Die Jury des Nerval-Goethe-Preises setzt sich zusammen aus Claire de Oliveira (Vorsitzende), Bernard Banoun, Laurent Cassagnau, Françoise Toraille und Sacha Zilberfarb.

Foto: Preisträgerin Rose Labourie © Studio Destel

MITLEIDSPROTOKOLL – every tear recorded
Eine Collage nach Texten von Hervé Guibert
Abschlussinszenierung von Ruben Müller (Otto Falckenberg Schule)

„Ich werde verschwinden und nichts verborgen haben.“ – Hervé Guibert (Globe, 1992)

Hervé Guibert arbeitet sich in seinen Texten, Fotografien und Dokumentarfilmen Ende der 1980er-Jahre auf einzigartige Weise an seiner Aids-Erkrankung und an der seiner Mitmenschen ab. In seinen Texten verbindet er radikale Ehrlichkeit – die Offenlegung aller Geheimnisse, das Buchführen über jede Träne – mit einer zutiefst persönlichen Selbstreflexion: Was kann es bedeuten, in aussichtslosen Zeiten zu schreiben, zu fotografieren, zu dokumentieren? Was kann es bedeuten, sich selbst schonungslos zu veröffentlichen und damit zu verewigen?

Ruben Müllers Abschlussinszenierung an der Otto Falckenberg Schule widmet sich den Texten Guiberts, die ohne Happy Ends auskommen müssen. Sie deswegen zu vergessen, ist keine Option. Welche Rolle also können sie heute im Erinnern und Träumen für unser (queeres) Leben spielen? „Mitleidsprotokoll – every tear recorded“ stellt sich dem Paradox, dass unsere Vorstellungen von einer gerechteren, freieren Zukunft aus Erinnerungen von Schmerz, Stigmatisierung und Verlust erwachsen müssen.

Mit: Julius Gruner, Elisabeth Nittka, Konstantin Schumann
Regie: Ruben Müller | Bühnenbild und Video: Chloe Kelly | Kostüm: Jacqueline Elaine Koch | Dramaturgie: Paulina Wawerla | Kostümhospitanz: Tabea Helena Tatge | Regie-/ Dramaturgiehospitanz: Emily Schuster-Woldan | Bühnenbildhospitanz: Käthe Hochwimmer

9. Mai 2026, 19:30 Uhr
Werkraum der Münchner Kammerspiele,
Hildegardstr. 1

Fotografie: © H.G. Berger





GEFÖRDERTE PUBLIKATIONEN
neu erschienen:
Katrin Brack
Bühne / Stage
Hrsg. v. Frank M. Raddatz
Theater der Zeit, Berlin 2026


















Helmut Becker
Die Leiblichkeit der Texte
Mit Hörbeispielen als Audiofiles
Recherchen 177
Dissertation
Theater der Zeit, Berlin 2026















Rebecca Welkens
Die Tronie in der Druckgrafik.
Funktionen, Rezeptionen und Vermarktung vom 16. bis zum 18. Jahrhundert.
Studien zur Kunst Bd. 56
Dissertation
Böhlau Verlag, Köln 2026
















Klaus Zehelein
Unerhörte Augenblicke
Autobiographie
herausgegeben von Günther Heeg
Verlag Theater der Zeit, Berlin 2025




























Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

OK