ELIZA EFFEKT
Uraufführung von Jacqueline Reddington, Lüder Wilcke und Ensemble sowie einer künstlichen Intelligenz

Wir sind im Alltag, mal sichtbar, mal unsichtbar, bereits von ­sogenannten intelligenten Technologien umgeben, deren Weiterentwicklungen unser Leben in ­Zukunft immer stärker prägen werden. Das Phänomen des ‚Eliza Effekts‘ – benannt nach einem bereits 1966 von Joseph Weizenbaum vorgestellten Sprach-Bot mit Namen Eliza, der ein Therapiegespräch simulierte – bezeichnet in diesem Zusammenhang unsere Neigung, Maschinen beziehungsweise künstlichen Sprachsystemen menschliche Eigenschaften zuzuschreiben: vom empathischen Verständnis für uns und unsere Probleme bis hin zu eigenen Gefühlen. Die von einem Programmierer begleitete Stückentwicklung ELIZA EFFEKT, inszeniert von der Regisseurin Jacqueline Reddington, untersucht von dieser Beobachtung ausgehend unsere Beziehungen zu künstlichen Intelligenzen und befragt dabei mit Theatermitteln die Möglichkeiten, die intelligente Sprachsoftware bereits heute bietet.

Der Theaterabend ELIZA EFFEKT entsteht dabei maßgeblich durch den experimentellen Einsatz der auf künstlicher Intelligenz basierten Sprachsoftware GPT-3, die auf Grundlage riesiger Datenmengen menschliche Denk- und Argumentationsmuster reproduziert. Mit Humor und Tiefgang erforschen die drei Schauspieler:innen auf der Bühne unsere Projektionen, Erwartungen und Träume in Bezug auf sogenannte intelligente Technologien und versuchen ganz nebenbei, spielerisch zu ergründen, wovon eigentlich künstliche Intelligenz selbst träumt – und wie sie uns Menschen dabei sieht.

Regie: Jacqueline Reddington | Dramaturgie: Lüder Wilcke | Bühne: Louis Panizza | Kostüme: Ji Hyung Nam | Machine Learning Artist: Niels Warncke | Sounddesign: Florian Wulff | Licht: Andreas Rösler
Mit: Marin Blülle, Kriemhild Hamann, Luzia Oppermann

07.10.2022 (Uraufführung)
20.11.2022
18.12.2022

Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus 3,
Glacisstraße 28, 01099 Dresden

Foto: © Sebastian Hoppe

EIN FAN AUS THÜRINGEN
Uraufführung von Demjan Duran

Im April 1993 sticht ein fanatischer Steffi-Graf-Fan der damals weltbesten Tennisspielerin Monica Seles in Hamburg vor laufender Kamera in den Rücken. „Ich wollte sie nur spielunfähig machen damit Steffi wieder Erste wird“, sagt er danach. Sein Plan geht auf. Seles findet nie zu alter Stärke zurück, Graf wird wieder die Nummer Eins und er zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. »Ein Fan aus Thüringen« erzählt die Geschichte des Attentats und seiner Protagonist:innen im Kontext der globalen politischen Geschehnisse Anfang der 1990er Jahre. Gefangen in Märchenstrukturen und den medialen roten Fäden suchen Sophie Hutter und Werner Eng Auswege aus den Erzählungen von Gut und Böse, Ost und West, Täter und Opfer.

Im Zentrum der Regiearbeiten von Demjan Duran steht die Auseinandersetzung mit seinem Geburtsland Jugoslawien. Anhand des Forschens in der Vergangenheit gräbt er Themen ins und fürs Heute hervor, und setzt sie in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext. »Ein Fan aus Thüringen« ist sein erstes Stück in Berlin.

Spiel: Sophie Hutter, Werner Eng
Konzept, Inszenierung, Text: Demjan Duran
Konzept, Dramaturgie, Text: Nicholas Zöckler
Bühne: Mila Mazi? | Kostüm: Melina Poppe
Musik: Misha Cvijovi? | Video: Mark James

Ballhaus Ost
Pappelallee 15
10437 Berlin

08.12.2022, 20 Uhr (Premiere)
10.12.2022, 20 Uhr
11.12.2022, 18 Uhr

Foto: © Hannah Herzberg


Geförderte Publikationen,
eben erschienen:
Frei leben! Frauen der Boheme 1890 – 1920
Anke Buettner/Laura Mokrohs/Sylvia Schütz (Hg.)
Verbrecher Verlag Berlin 2022

Die Publikation erscheint parallel zur Ausstellung „Frei leben! Die Frauen der Boheme 1890-1920“ (01.07.2022 bis 31.07.2023) in der Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Str. 23.

















Pavla Ralcheva
Wandelbare Bildträger
Die Funktion beidseitig bemalter Tafeln im Spätmittelalter
Dissertation
Reimer Bild+Bild, Band 6, Hg. von Gerd Blum, Steffen Bogen, David Ganz und Marius Rimmele
Reimer Verlag, Berlin 2022

















Feuchtwanger und München
Hg. von Tamara Fröhler und Andreas Heusler
Reihe: Feuchtwanger Studies, Band 8
Peter Lang Verlag, Berlin 2022























Heroen - Helden
Eine Geschichte der literarischen Exorbitanz von der Antike bis zur Gegenwart
Hg. v. Christoph Petersen und Markus May

Beiträge von Johannes Bach, Renate Bauer, Robert Baumgartner, Hans Richard Brittnacher, Elisabeth Bronfen, Cord-Christian Casper, Corinna Dörrich, Cornelia Herberichs, Judas Iskarioth, Markus Janka, Markus May, Jana Mikota, Jan-Dirk Müller, Elisabeth K. Paefgen, Christoph Petersen, Berkan Sariaydin, Matthias Teichert, Bernhard Teuber
Göttingen 2022















Friederike Nastold
Zwischen I see you und Eye Sea You
Blick, Repräsentation, Affekt
Disseration
VDG Weimar - Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften, 2022




















Von Parish Kostümbibliothek
Villa, Sammlung & Geschichte
Broschüre anlässlich der Wiedereröffnung der Von Parish Kostümbibliothek am 15. September 2022
Herausgeberin: Von Parish - Gesellschaft zur Förderung der Kostümforschung e.V.
Parsdorf 2022





















Dietlind Pedarnig und Konstantin Köppelmann
Münchner Palais
Allitera Verlag München 2022
Erweitere Neuauflage



















Isabel Mehl
Im Zeichen des Zweifel(n)s. Madame Realism
oder: Die Funktion der Fiktion in der Kunstkritik
Dissertation
Praktiken der Kritik (Bd. 4), edition metzel
München 2022



















special objects
Werke jenseits von Norm und Kanon
Hg. v. Peter Scholz, Stefan Weppelmann

Beiträge von A. F. Bergmeier, B. Blauensteiner, S. Bogen, K. Leonhard, K. Dyballa, S. Kemperdick, W. Loseries, L. Madersbacher, H. Schlie, S. Trinks, J. Tripps, V. Sandbichler, P. Scholz, M. Weniger, S. Weppelmann, L. Zieke
München 2022













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