Thomas Hirschhorn
“NEVER GIVE UP THE SPOT”
Eine Ausstellung im Museum Villa Stuck
19. Oktober 2018 – 3. Februar 2019

Anlässlich seines fünfzigjährigen Jubiläums zeigt das Museum Villa Stuck eine groß angelegte Ausstellung des Schweizer Installationskünstlers und Bildhauers Thomas Hirschhorn mit dem Titel "Never Give Up The Spot". Hirschhorn formt eine riesige Ruinenlandschaft, welche sich über alle drei Stockwerke des Neuen Atelierbaus der Villa Stuck erstreckt.

In der Ruinenskulptur "Never Give Up The Spot" gibt es zwei „Unterstände“, in denen man verweilen, aber auch gestalterisch tätig werden kann. Die gleichen Materialien, aus denen die Ruine geformt wurde, stehen zur Nutzung für die Besucher bereit. Weiterhin gibt es Werkzeuge, Sitzgelegenheiten, Computer, Drucker, Photokopierer, Bücher und Zeichenmaterial. Das Produzierte wird Teil der Ausstellung.

In einem der „Unterstände“ liegt ein von Hirschhorn gestaltetes Künstlerbuch aus, welches dem Thema ′Ruine′ gewidmet ist. Das Buch trägt den Titel "Destruction is difficult. Indeed it is as difficult as creation" – ein Zitat aus einem der Gefängnis-Tagebücher des italienischen Philosophen und Kommunisten Antonio Gramsci. Laut Hirschhorn soll die Publikation daran erinnern, "wie schwierig es ist, herrschende Gewohnheiten, ungerechte Hierarchien, ungleichmachende Traditionen, ausschließende Bräuche und unsinnige Verhältnisse umzustoßen oder abzuschaffen. Und wie schwierig es ist, an ihrer Stelle etwas Neues, etwas Gerechtes, etwas Positives zu schaffen."

Der Eintritt ist frei. Materialien, Werkzeuge und Computer stehen zur freien Verfügung. Das Künstlerbuch gibt es unentgeltlich und ausschließlich in der Ruine.

Foto: © Thomas Hirschhorn, "Never Give Up The Spot", Sketch

Geförderte Publikationen,
eben erschienen:
Nic Leonhardt
Theater über Ozeane.
Vermittler transatlantischen Austauschs (1890–1925).
Habilitationsschrift.
V&R Unipress, Göttingen 2018



















Florian Evers
Theater der Selektion.
Personalauswahl im Unternehmen als ernstes Spiel.
Dissertation.
Verlag Theater der Zeit, Berlin 2018
















Ulrike Keuper
Reproduktion als Übersetzung.
Eine Metapher und ihre Folgen –
vom Salonbericht bis zur frühen Fotokritik.
Dissertation.
Wilhelm Fink Verlag, Paderborn 2018



















Nino Nanobashvili
Die Ausbildung von Künstlern und Dilettanti.
Das ABC des Zeichnens.
Dissertation
Michael Imhof Verlag, Petersberg 2018